Pylon FAQ

Das große F5D FAQ (frequently asked questions) in der Verson 2010:

How to become a Pylonpilot…

Du hast unsere Webseiten gelesen und willst nun wirklich wissen, wie man in den merkwürdigen Kreis der Linkswender aufgenommen wird? Kein Problem:  Pylonflieger sind gesellig und je mehr wir sind, desto wohler fühlen wir uns. Im Folgenden findest Du die Antworten auf die wichtigsten Fragen, damit dein erstes Mal so schön wie möglich wird.

Mit welcher Klasse soll ich anfangen?

Der Deutsche Aeroclub (DAeC) hat die Klasse F5D Limited speziell für Einsteiger geschaffen. F5D Limited ist finanziell und auch in Bezug auf die geflogene Geschwindigkeit und dadurch das geforderte Können weniger „anspruchsvoll“. Dennoch wird auch in dieser Klasse eine Deutsche Meisterschaft ausgetragen; es geht also richtig zur Sache. Wer eine Saison bei Limited mitgeflogen ist, lernt auf den Wettbewerben genug, um zu wissen, wie man in die „große“ FAI Klasse wechselt und wann man soweit ist, dies zu tun. Wer gleich in der FAI Klasse einsteigen will – okay das geht auch, ist aber nur wirklich erfahrenen Piloten schneller Modelle zu empfehlen. Wir beziehen uns im Folgenden daher nur auf die Klasse F5D Limited.

Wie werde ich Deutscher F5D Limited Meister?

Man muss sich über die F5D.org Webseite rechtzeitig zur so genannten Jahresrunde anmelden, an mindestens 2 Teilwettbewerben teilnehmen und dabei mehr Punkte sammeln als alle Anderen.

Was braucht man um an einem F5D-Limited Wettbewerb teilnehmen zu können?

  • Können
  • Nerven
  • Ausrüstung
  • Geld
  • Versicherung

Wie gut muss ich fliegen können?

Weniger gut als viele denken. Unter uns, es geht das Gerücht um, die meisten Pylonpiloten können eigentlich überhaupt nicht fliegen. Außer Linkskurven bringen sie angeblich nichts zustande 😉

Man sollte ein schnelles Modell mit Querrudern sicher beherrschen  und halbwegs punktgenau landen können. Die Punktlandung ist zwar nicht Teil des Reglements, aber wenn drei Modelle fast gleichzeitig landen und evtl. auf der Landebahn noch Pylone rumstehen, wird auch die größte Landebahn plötzlich klein. Manchmal muss man das Modell auch etwas entfernter von sich landen.

Welche Ausrüstung brauche ich?

  • Eine Fernsteuerung mit 2.4 GHz. Oldschool mit 35MHz geht natürlich auch. Fernsteuerung und Empfänger sollten von hoher Qualität und technisch in einwandfreiem Zustand sein.
  • Ein regelkonformes Flugmodell. Für F5D Limited eignet sich der Turn Left von Simprop bestens. Für ca. 140 € erhält man ein bewährtes und konkurrenzfähiges Modell.
  • Ein Schnelladegerät
  • Abhängig vom Austragungsort einen Akku oder ein Netzteil zum Betreiben des Schnelladegeräts
  • Einen regelkonformen Motor
  • Einen Regler der mind. 40 Ampere kann
  • 2 Akkupacks mit je 3 Lipo Zellen ca. 2500 mA/h , zwischen 100 und 250  Gramm schwer.
  • Für jeden Durchgang sollte man vorsichtshalber eine Luftschraube; also mindestens 10 Stück. Das heißt nicht, dass alle kaputt gehen, aber sie könnten. Üblich ist die Graupner CAM Speed 4.7×4.7, 5.2×5.2 und 5,5×5,5. Oder eine der APC Speed 400 Propeller der Größen 4.75×4.75 bis 5.25x 6.25
  • Idealerweise einen Energielimiter – zum reinschnuppern in die Klasse wird aber keiner was sagen wenn du ohne fliegst. Allerdings können wir dich dann nicht in die Rangliste vom Wettbewerb aufnehmen.
  • Einen Helm (Bauhelm aus dem Baumarkt, Skaterhelm, Kletterhelm…).
  • Es ist nicht verkehrt einen Sonnen-/Regenschutz für sich und die Ausrüstung (z.B. Zelt oder Partypavillon) dabei zu haben. Ist aber kein muss… Ein Plätzchen bei den anderen Piloten in Pavillon ist fast immer frei. Pylon wird auf Rücksicht auf die Brillenträger meist bei Regen der Durchgang unterbrochen.
  • Werkzeug und Ersatzteile. Gut ist es natürlich 2 komplette Modelle zu haben. Dadurch ist der Einstieg zwar doppelt so teuer, man sollte aber nicht vergessen: Auch die Teilnahme an einem Wettbewerb kostet Geld. Wenn man mit nur einem Modell anreist und man einen schaden daran hat ist es ärgerlich wenn man nicht teilnehmen kann.

Brauche ich einen Helfer?

Theoretisch könnte man sein Modell auch selbst starten und ohne Helfer fliegen. Klar, theoretisch kann man auch 10 Runden Pylon mit geschlossenen Augen fliegen; ein Helfer muss schon sein, da man die Entfernung zum Spitzpylon nur schwer abschätzen kann. Das übernimmt der Helfer – und auch den Start des Modells. Das macht das starten deutlich entspannter.
Entweder man bringt seinen eigenen Helfer mit oder „leiht“ sich einen vor Ort auf dem Wettbewerb. In der Regel ist der Helfer ein anderer Pilot, der nicht im selben Lauf startet. Die Ausrede, man kann nicht zum Wettbewerb kommen, weil man keinen Helfer hat, zieht also nicht: Es gibt immer genug Helfer!

Ein erfahrener Helfer beim ersten Wettbewerb ist das beste Mittel gegen Nervosität.

Geld

  • Die Anmeldung zur Deutschen Meisterschaft kostet zur Zeit 7,70 Euro pro Jahr
  • Pro Wettbewerb müssen 25,- Euro  Startgeld gezahlt werden.
  • Dazu kommen noch Fahrtkosten, Verpflegung und Unterkunft.
    Um Geld zu sparen und den Spaß durch Geselligkeit zu erhöhen, darf man meist kostenlos auf den Flugplätzen der Veranstalter zelten. Toilletten sind immer vorhanden. Luxus wie Duschen gibt es aber meist nicht. Viele Veranstalter bieten günstig Frühstück am Platz.

Versicherung / Verbandszugehörigkeit

Für F5D Limited ist keine DAeC-Mitgliedschaft nötig, eine Versicherung muss aber sein. Wir empfehlen die Mitgliedschaft beim DAeC, da damit auch automatisch die Startberechtigung in der „großen“ F5D DM Wertung gegeben ist.

Bei der Anmeldung zu einem Wettbewerb muss nachgewiesen werden, dass eine ausreichende Versicherung besteht oder man DAeC/DMFV-Mitglied ist.

Noch Fragen?

Technische Details kann man im Forum diskutieren. Ansonsten gilt: diesen Wahnsinn kann man nicht beschreiben, das muss man live erleben.

Jetzt brauchst du nur noch zu wissen, wie so ein Wettbewerb überhaupt abläuft: Weiter zum Wettbewerbsablauf.